skip to Main Content

Zielgruppenanalyse erstellen, Schritt für Schritt Anleitung mit Vorlagen und Beispielen.

Hand aufs Herz, wie gut kennst du deine Zielgruppe? Hast du dich schon einmal gefragt wer die Leute eigentlich sind denen du etwas verkaufen willst?
Wenn du deine Zielgruppe richtig gut kennst, dann kannst du auch mehr verkaufen.

„Es findet immer ein Verkauf statt. Entweder verkaufen Sie dem Kunden ihr Produkt. Oder der Kunde verkauft ihnen sein Nein.“
-David Ogilvy

In diesem Artikel will ich dir zeigen wieso dein Marketing mit Zielgruppen steht und fällt. Außerdem erkläre ich dir was Zielgruppen sind und wie du diese im Marketing effektiv nutzt.

Was erwartet dich im Artikel?

Schritt für Schritt zeige ich dir wie man eine Zielgruppenanalyse im Marketing durchführt und für die eigene Werbung nutzt.
Am Ende des Artikels will ich dir noch zeigen wie du mit Vorlagen und festen Prozessen die Zielgruppenanalyse beschleunigst und schneller durchführst.
Hierzu habe ich auch ein Zielgruppenanalysetool entwickelt.

Zielgruppenanalyse: Marketing mit dem Laserpointer

Ich fange mit einem einfachen Beispiel für die Zielgruppenanalyse an: Windeln.

Findest du das Windeln ein sinnvolles Produkt sind? Sicherlich!

Windeln werden jedes Jahr zahlreich verkauft, man braucht diese und muss nach Verwendung stets neue kaufen.
Eltern sind jeden Tag froh über diese Erfindung und kaufen jede Woche Windeln ein.

Nun stell dir vor im Facebook Feed eines jungen Single Mannes taucht eine Werbeanzeige für Windeln auf, das Produkt interessiert ihn nicht.
Die Werbung kann noch so gut sein, tolle Werbebotschaften enthalten und so weiter… aber er wird keine Windel kaufen.
Der Singlemann hat schlichtweg keinen Bedarf an Windeln… Zielgruppe verfehlt.

Du siehst also recht schnell, wenn Zielgruppe und Produkt nicht zusammen passen dann verbrennst du Geld.

Windeln sind natürlich ein super einfaches Beispiel, bei anderen Produkten wird es da schon schwieriger und man muss genauer hinschauen und analysieren wer denn eigentlich die ideale Zielgruppe ist.
Doch genau hier tun sich viele Unternehmen schwer und definieren als Zielgruppe erstmal alle Personen die genug Geld hätten das Produkt zu kaufen.
Das ist in meinen Augen Schwachsinn und führt über kurz oder lang zu Problemen.

Ich habe ein paar Extras für dich! Zu diesem Artikel gibt es 4 Extras die dir helfen eine noch bessere Zielgruppenanalyse durchzuführen:

  1. Guide für die Erstellung von Personas
  2. Konkurrenz Monitoring Worksheet
  3. Facebook-Analyse Anleitung
  4. Anleitung Schritt für Schritt Konkurrenz abhängen

Klicke dazu einfach auf den Button und melde dich zum Newsletter an, dann bekommst du sofort nach ausfüllen die 4 Extras.

Vorteile der Zielgruppenanalyse im Marketing

Wenn du dir die Zeit nimmst und über deine Zielgruppe nachdenkst, dann bringt dir das einen enormen Wettbewerbsvorteil.
In diesem Abschnitt will ich dir kurz aufzeigen welche Vorteile es dir bringt:

  • Bessere Targetierung deiner Werbeanzeigen -> geringere Werbekosten
  • Bessere Werbetexte die direkt auf deine Zielgruppe zugeschnitten ist
  • Höhere Conversion Rates, da Zielgruppe zum Produkt passt
  • Höhere Kundenzufriedenheit
  • Mehr Interaktion auf Social Media
  • Bessere Newsletter und mehr Abonnenten
  • Höhere Chance auf Weiterempfehlung

Du bist überzeugt dass es dir Vorteile bringt wenn du mehr über deine Kunden weißt? Dann wollen wir mal loslegen mit der Zielgruppenanalyse!

Zielgruppenanalyse, welche Daten solltest du erheben?

Wenn man seine Zielgruppe betrachtet kann man jede Menge Daten erheben, je nachdem wo du tätig bist und was du verkaufen willst brauchst du andere Daten.
Desto mehr Leute auf deine Zielgruppe abzielen umso besser solltest du diese kennen. Nur so kannst du Zielgruppen innerhalb deiner Zielgruppe ausmachen und Werbung für Gruppen schalten, die noch keiner anspricht.

Um die Zielgruppenrecherche wirtschaftlich zu gestalten ist es wichtig mehrere Faktoren in die Gleichung mit einzubeziehen:

  1. Desto spezifischer deine Zielgruppe ist, umso erfolgreicher ist deine Werbung
  2. Desto genauer du deine Zielgruppe definieren willst, umso mehr Zeit musst du in die Analyse stecken
  3. Eine sehr eng gefasste Zielgruppe bedeutet zwar eine höhere Rate an Verkäufen, aber dafür auch einen insgesamt kleineren Markt

Wie geht man nun am besten vor?

Immer wenn ich an einem neuen Projekt sitze und mich mit Zielgruppendefinitionen befasse, gehe ich wie folgt vor:

  1. Betrachtung der bestehenden Kunden um Zielgruppen Charakteristika abzuleiten
  2. Betrachtung der Konkurrenz und deren Zielgruppe
  3. Recherche der Zielgruppe online


Nun kommen wir endlich zur Schritt für Schritt Anleitung, Zielgruppenanalyse Bestandskunden:

Wusstest du dass dein größtes Potenzial die Personen sind, die bereits bei dir gekauft haben?
Die Wahrscheinlichkeit dass ein Kunde wieder kauft ist höher als die Wahrscheinlichkeit dass ein neuer Webseitenbesucher bei dir etwas kauft.

Außerdem kannst du aus deinen Kunden Zielgruppenmerkmale ableiten, denn Leute die ähnlich sind wie deine Kunden werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei dir kaufen.

Bevor wir loslegen öffnest du ein leeres Word Dokument, eine Excel Tabelle und notierst dir die Ergebnisse Schritt für Schritt.

Wie analysiere ich meine bestehenden Kunden?

Deine Kunden hinterlassen sehr viele Daten die du bisher noch ungenutzt lässt, so kannst du zum Beispiel deine Fans auf Facebook analysieren, die Besucher deiner Webseite nutzen um Daten zu gewinnen oder deine Bestellungen und Anfragen über die Webseite auswerten.

Die eigenen Webseitenbesucher auswerten:

Hast du in deiner Webseite Google Analytics integriert?
Nutzt du Analytics auch regelmäßig um mehr Daten über deine Zielgruppe herauszufinden?

In Google Analytics findest du auch Daten zu deiner Zielgruppe! Wir wählen den Punkt „Demografische Merkmale“ und dort Übersicht:

Hier siehst du die Daten meiner Webseite, es fällt auf das die meisten meiner Leser Männer im Alter von 25 bis 34 Jahren sind.
Diese Erkenntnis schreibe ich mir erstmal auf, eine Auswertung erfolgt erst später.

Der nächste Punkt sind die Interessen deiner Webseitenbesucher, diese kannst du hier einsehen:

Bei Klick auf Interessen -> Übersicht erhältst du folgende Ansicht:

Hier mal ein Beispiel aus einem Projekt an dem ich arbeite. Auch diese Daten übernehme ich erstmal ungefiltert in eine Excel Tabelle. In wenigen Schritten machen wir uns dann auch an die Auswertung, versprochen!

In diesem Bereich sind schon einige Interessante Daten zu finden, wofür interessieren sich die Besucher deiner Webseite denn noch? Im Beispiel sieht man zum Beispiel das 4,64% zu den „Shutterbugs“ gehören.
Shutterbugs ist ein Begriff der sich auf Fotografen und Hobbyfotografen bezieht. Die Besucher dieser Webseite scheinen also ein gewisses Interesse an Fotografie zu haben. Wie kann man das für das eigene Marketing nutzen? Dazu später mehr.

Google Analytics erlaubt es uns ebenso auch Geografische Daten zu unseren Webseitenbesuchern zu erhalten:

Zunächst einmal bekommst du eine Auswertung für die gesamte Welt zu sehen, klicke auf Deutschland um eine Auswertung nach Bundesländern zu sehen:

Klick auf Deutschland entweder auf der Karte oder in der Länderliste, hier siehst du einmal die Auswertung für meine Webseite:

Die meisten meiner Leser kommen aus Thüringen, das wundert mich nicht. Ich selbst sitze ja in Thüringen und bin hier sehr aktiv auf Veranstaltungen und bekomme daher vermutlich auch einige Leser.
Bayern kann ich mir auch noch erklären, dort sitzen einige Kunden von mir. Ebenso kann ich mir das mit Berlin und Sachsen erklären, hier habe ich viele Kunden und bin in Leipzig auch regelmäßig auf Veranstaltungen.

Nord Rhein Westfalen kann ich mir auf Anhieb nicht sofort erklären, aber es ist eine interessante Erkenntnis die in mein Marketing mit einfließen sollte.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist „Technologie“ und hier der Unterpunkt „Browser und Betriebssystem“:

Hier wird bei mir ersichtlich das die meisten Nutzer den Browser Google Chrome nutzen, dicht gefolgt vom Firefox Browser. Auf Platz 3 Der Safari Browser und Platz 4 der Internet Explorer:

Diese Daten helfen dir einzuschätzen für welche Webbrowser du optimieren solltest, sind alle Funktionen in allen Browsern verfügbar?
Eventuell solltest du deine Seite einmal in diesen Browsern ansehen.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt den du dich fragen solltest: „Sind meine Besucher mit dem Handy auf meiner Seite oder dem Desktop PC?“ Denn je nachdem wie deine Zielgruppe im Netz unterwegs ist, solltest du deine Inhalte und Werbung anpassen.
Google Analytics gibt dir auch zu diesem Punkt eine Auswertung:

Hier siehst du wieder meine Datenansicht von meiner Webseite:

80% meiner Leser, lesen meine Webseite also am PC. Das war mir bewusst und meine Webseite ist auch für die Darstellung am PC optimiert, die mobile Ansicht ist auch angepasst.
Die meisten meiner Leser kommen aus dem Business Bereich und lesen vermutlich den Blog während der Arbeitszeit.

Auch noch interessant ist der Menüpunkt „Geräte“ in Analytics, dieser gibt Aufschluss darüber mit welchen Geräten deine Zielgruppe die Webseite besucht.
Sind deine Besucher zum Beispiel Apple Fans, dann solltest du dich nicht als Apple Gegner offenbaren. 😉

Bei mir ist das zum Beispiel der Fall und viele meiner Leser surfen mit dem IPhone auf meiner Webseite:

Eine oft sehr vernachlässigte Funktion von Google Analytics ist die Auswertung der Site-Search.

Was ist die Site Search?

Die Site-Search erfasst Suchen auf deiner Seite, wie es bei mir auf der Webseite hier zum Beispiel möglich ist:

Deine Besucher teilen dir hierrüber viel mit und du findest heraus welche Inhalte gesucht werden oder vielleicht sogar auf deiner Webseite fehlen.
Hier die Auswertung meiner Site-Search, diese wird aber eher selten genutzt:

Hat wirklich jemand auf meiner Seite nach „Urne“ gesucht? J

Wir können in Google Analytics noch wesentlich mehr Daten zu unserer Zielgruppe und den Webseitenbesuchern erheben:

  • Beliebteste Beiträge
  • Wie navigieren diese durch die Seite
  • unbeliebte Beiträge
  • wie lang bleiben Leser auf deiner Seite

Wie nutze ich die Analytics Daten für die Zielgruppenanalyse?

Wenn du bisher alles nachgemacht hast, hast du jetzt eine Excel Tabelle und ein paar Daten zu deiner Zielgruppe. Diesen Prozess werden wir gleich noch für verschiedene Quellen wiederholen.
Damit du aber besser verstehst was wir mit diesen Daten machen können und wie dir diese in der Zielgruppenanalyse helfen, will ich dir hier einen kleinen Ausblick geben.

Demografische Google Analytics Daten im Marketing Nutzen:

Stellst du zum Beispiel fest dass die meisten deiner Webseitenbesucher ein Iphone nutzen um deine Webseite anzusehen. Dann kann es sinnvoll sein deine Angebotsseiten so anzupassen das diese optimal auf dem Iphone dargestellt werden können.
Stellst du nun fest dass viele Besucher „Shutterbugs“ sind, dann kannst du das in deine Webseite mit einfließen lassen und zum Beispiel Begriffe aus dem Fotografen Sprachgebrauch verwenden.

Stellst du fest dass viele deiner Leser älter sind, dann solltest du keine Pop-Kultur Anspielungen nutzen.

Das Muster ist also immer das Gleiche, du versuchst die Daten einzuordnen und eine entsprechende Anpassung vorzunehmen:

  • Landingpages anpassen
  • Werbebotschaft und Sprache
  • Bilder und Inhalte
  • Aufbaue und Länge der Inhalte
  • Begrifflichkeiten und Anspielungen
  • Werbeanzeigenaussteuerung

Wie das genau geht zeige ich am Ende dieser Anleitung noch ausführlicher. Jetzt wollen wir weitere Daten auswerten die deine Kunden im Netz hinterlassen.

Facebook Zielgruppen Analyse durchführen:

 

Du willst wissen wie man Fanpages bei Facebook ausliest und so die Konkurrenz ausspioniert? Ich habe dazu eine Schritt für Schritt Anleitung verfasst.
Klicke auf den Button, melde dich zum Newsletter an und erhalte die Schritt für Schritt Anleitung + 3 weitere Extras kostenlos!

  1. Guide für die Erstellung von Personas
  2. Konkurrenz Monitoring Worksheet
  3. Facebook-Analyse Anleitung
  4. Anleitung Schritt für Schritt Konkurrenz abhängen

Klicke dazu einfach auf den Button und melde dich zum Newsletter an, dann bekommst du sofort nach ausfüllen die 4 Extras.

In diesem Abschnitt will ich aber noch weiter gehen und dir zeigen wie du die Facebook Fanpage Insights nutzen kannst.

Logge dich zunächst bei Facebook ein und rufe deine Facebook Fanpage auf:

Gehe nun auf Insights und erhalte folgende Ansicht:

Das ist irgendwie alles noch sehr kryptisch und nicht wirklich hilfreich um die Zielgruppe zu bestimmen.
Links in der Liste hast du noch mehr Auswahlmöglichkeiten:

Wähle hier den Punkt „People“ aus:

Diese Daten decken sich in etwa mit denen die ich bereits bei Google Analytics erhoben habe:
Männer im Alter von 25-34 lesen vorwiegend meinen Blog und sind meine Facebook Fans.

Weiter unten finde ich noch eine Aufstellung meiner Reichweite nach einzelnen Städten:

Diese Daten sind auch sehr interessant, bei mir auf der Facebook Seite ist im Moment noch nicht so viel los. Daher gewinne ich hier noch nicht wirklich neue Erkenntnisse.
Desto größer die Fanzahl deiner Facebook Fans ist, umso mehr Daten bekommst du hier.

Newsletter-Daten für die Zielgruppenanalyse:

Hast du bereits einen Newsletter aufgesetzt? Dann kannst du auch hier Daten zu deiner Zielgruppe erheben!

Ein gutes Newsletter-Tool ermöglicht dir viele Auswertungen und gibt dir Daten zu deinen Abonnenten und deren Verhalten.
So kannst du zum Beispiel herausfinden welche Newsletter Inhalte bisher die interessantesten waren und am meisten geklickt wurden.

Außerdem bekommst du Daten zu Standort und Mailclient der Abonnenten, so ist dies zum Beispiel bei Mailchimp der Fall:

Hier zeigt sich zum Beispiel das 75% meiner Abonnenten ihre Mails am PC lesen und etwa 25% auf dem Handy. Auch das deckt sich wieder mit dem Rest der Daten die ich bisher erhoben habe.
Je nachdem welches Mailprogramm du verwendest kannst du unterschiedliche Daten für die Zielgruppenanalyse erheben.

Dein CRM als Datenquelle für die Zielgruppenanalyse:

Wir haben bisher deine Analytics Daten genutzt, deine Facebook Fans betrachtet und deine Newsletter Abonnenten ausgewertet. Doch nicht jeder Webseitenbesucher, Facebook Fan oder Abonnent ist auch ein Kunde von dir. Deine Kunden und Daten zu diesen solltest du in einem CRM festhalten, eine Liste führen oder eine Übersicht zu deinen Aufträgen und Bestellungen haben.
Im Idealfall kennst du deine Kunden persönlich und kannst einige ihrer Charakteristika zusammenfassen und in einer Liste eintragen.

Hast du nur eine Handvoll Kunden, dann mach dir die Mühe und schreib alles auf was du zu diesen weist.

Ich selbst zapfe regelmäßig mein CRM an und gleiche die Daten mit meinem Buchhaltungstool Sevdesk ab.

Kennzahlen die du betrachten könntest:

  • Welche Kunden machen den meisten Umsatz?
  • Welche Kunden machen den geringsten Umsatz?
  • Welche Produkte sind Topseller?
  • Woher kennst du die Kunden mit dem meisten Umsatz?

Weiterhin werte ich noch mein CRM aus und gleiche die Daten gegeneinander ab:

  • Mit welchen Kunden habe ich den meisten Kontakt (Mails, Telefon)
  • Welche Kunden erfordern viel Kontakt, machen aber wenig Umsatz?
  • Welche Kunden erfordern wenig Kontakt und machen viel Umsatz?
  • Verhältnis Mails zu Umsatz?
  • Woher kommen meine Kunden?
  • Alter? Geschlecht? Branche?
  • Kann man Muster erkennen?

Du kannst hier eine Menge an Daten erheben und mit etwas Glück ergeben sich relativ schnell Muster die du im Marketing nutzen kannst.
Wenn du merkst dass viele deiner Kunden aus einem bestimmten Bundesland kommen, dann solltest du deine Marketing Aktivitäten dort verstärken.

Merkst du dagegen dass Kunden einer bestimmten Branche nur wenig Umsatz machen und sich oft beschweren, dann solltest du langfristig die Finger von dieser Zielgruppe lassen.

Ich empfehle dir die so gewonnen Daten zu nutzen und eine oder mehrere Marketing Personas zu erstellen.
Marketing Personas sind quasi Meta-Personen und stehen stellvertretend für eine Person deiner Zielgruppe mit den von dir ermittelten Charakteristika.
Du kannst gern meine Vorlage für die Persona Erstellung nutzen >>

Konkurrenten analysieren um die ideale Zielgruppe zu finden:

Deine Konkurrenz hat viel Geld und Zeit in das Marketing gesteckt und kennt vermutlich die Zielgruppe schon sehr gut.
Lasse deine Konkurrenz für dich arbeiten und spioniere diese einfach aus.
Ich habe gleich 2 Schritt für Schritt Analysen für dich:
Wie du deine Konkurrenz immer im Auge behältst und wie du deiner Konkurrenz immer einen Schritt voraus bist!

Klicke dazu einfach auf den Button und melde dich zum Newsletter an, dann bekommst du sofort nach ausfüllen die Anleitungen + 2 Extras.

Doch hier in der Anleitung zur Zielgruppenanalyse will ich dir noch einen weiteren Weg aufzeigen wie du deine Konkurrenz ausspionierst.

Stelle zunächst einmal eine Liste mit Konkurrenten auf, diese kennst du vermutlich schon sehr gut. Nun öffne Alexa.com und gebe hier die Webseite des Konkurrenten ein.

Bei der Suche nach einem Konkurrenten erhältst du verschiedene Daten die ähnlich sind wie die Analytics Daten:

Hier sieht man das mein Konkurrent eine sehr hohe Absprungrate hat und nur 1,4 Seitenaufrufe pro Besucher.
Weiter unten sehe ich noch die Top Suchbegriffe in Zusammenhang mit dem Konkurrenten:

Diese Daten geben schon wieder viel Aufschluss über die Zielgruppe. Diese Themen interessieren die Kunden deiner Konkurrenz und demnach auch deine potenziellen Kunden.
Versuche diese Themen mit einfließen zu lassen. Erkennst du in der Analyse bei vielen Konkurrenten gleiche Themen, dann hast du einen Trend entdeckt den du im Marketing unbedingt nutzen solltest.

Ganz unten auf der Seite findest du nochmal sehr interessante Daten, diese sind ähnlich zu den demografischen Daten aus Google Analytics… nur eben für eine fremde Webseite:

Ich sehe also dass die Zielgruppe meiner Konkurrenz ebenfalls Männer sind und diese besuchen die Webseite meistens von Arbeit aus.
Hier erkenne ich schon langsam ein Muster in meiner Zielgruppe.

Ebenso kann man den Keywordplanner nutzen um herauszufinden mit welchen Suchbegriffen die Webseite arbeitet:

Gib hier einfach die Webseite deines Konkurrenten ein:

Und drücke dann auf Ideen abrufen:

Nun erhältst du eine Liste mit Begriffen die zur Webseite passen und vermutlich von den Kunden gesucht werden. Lade dir die Keywords herunter und speichere dir die Keywordlisten für jeden Konkurrenten ab.
So bekommst du wieder eine Menge Daten darüber worauf deine Konkurrenz abzielt und was für die Kunden von Interesse sein könnte.

Facebook Fans der Konkurrenz in der Zielgruppenanalyse auswerten

Deine Konkurrenz hat viele Fans auf Facebook? Dann kannst du diese Fans analysieren und für dein Marketing nutzen.
Dazu musst du die Graph Search von Facebook aktivieren, das geht ganz einfach.
Logge dich hierzu bei Facebook ein und gehe auf Optionen: https://www.facebook.com/settings

Wähle dort den Punkt Sprache aus:

Hier stellst du deine Sprache auf amerikanisches Englisch um, so wird die Graph Search aktiviert und du bist bereit weiter in die Zielgruppenanalyse einzusteigen.


Fun Fact: wusstest du das man auch Englisch Piratenversion wählen kann?

Nun kannst du die Facebook Suche nutzen um mehr über deine Zielgruppe herauszufinden. Facebook nutzt hier einen gewissen Aufbau für die Suche.
„[Ausgabeobjekt] [Verknüpfung] [Ausgangsobjekt] + [Weitere Verknüpfung]“

Das war dir jetzt zu kryptisch? Okay wir machen ein praktisches Beispiel.
Ich will wissen welche Fanpages meine Facebook Fans noch mögen, so kann ich sehen welche Interessen diese haben und meine Inhalte entsprechend anpassen.
Also suche ich: „pages liked by people who like tim-brettschneider“ das gebe ich direkt so in den Suchschlitz ein und drücke die Enter Taste.

Nun sehe ich eine List mit Fanpages die geliked wurden, dort klicke ich auf „see more“ um alle Pages zu sehen:

Nun sieht man alle Pages und kann diesen Vorgang natürlich auch für die eigene Konkurrenz wiederholen:


Auf diese Art und Weise kann man eine Menge über seine Zielgruppe herausfinden, Interessen ausmachen und die eigene Werbung anpassen.
Wie man die eigene Werbung anpassen sollte und kann, zeige ich im nächsten Abschnitt.

Zielgruppenanalyse: Marketing optimieren in 3 Schritten

Nutzt man die Zielgruppenanalyse um sein Marketing zu verbessern sollte man in 3 Schritten vorgehen:

  1. Daten erheben
  2. Daten verstehen und analysieren
  3. Marketingmaßnahmen anpassen

Schritt 1 und 2 haben wir bereits unternommen, beziehungsweise hängt Schritt 2 stark von den erhobenen Daten ab. Hier muss man von Fall zu Fall schauen wie man die Daten interpretiert.

Wie kannst du nun nach Erhebung der Daten dein Marketing anpassen?
Hierzu gibt es unzählige Möglichkeiten von der Werbeansprache bis hin zur Werbeaussteuerung. Ich möchte dir die wichtigsten zeigen.

In der Theorie ist es so, schaltest du gute zielgerichtete Werbung, dann fühlt sich der Empfänger stärker angesprochen und wird eher darauf klicken und etwas kaufen.
Bedeutet die Werbung ist besser und wird nicht ganz so als Werbung empfunden. Das wird natürlich von Google und Facebook belohnt mit geringeren Klickpreisen, da der Qualitätsfaktor der Werbung steigt.

Werbeaussteuerung anpassen:

Bei Google hast du die Möglichkeit die Zielgruppe über den Standort, die Uhrzeit und eben die Suchphrase einzugrenzen.
So kannst du bestimmte Standorte von deinen Werbeanzeigen ausschließen und auch deine Werbung zu bestimmten Uhrzeiten abschalten.

Ebenso kannst du mit Suchphrasen vorgehen, wenn du feststellst dass Besucher bestimmte Seiten länger anschauen als andere dann kannst du ebenso für diese Themen werben.

Bei Facebook hingegen kannst du die Werbung nach Zielgruppencharakteristika filtern. Hier musst du deine Zielgruppe möglichst gut kennen.
Du kannst zum Beispiel auch explizit auf Personen werben, welche eine bestimmte Seite geliked haben, eine gewisses Alter haben und die Werbung auch nach Standort und Uhrzeit eingrenzen.

So passt du an wer deine Werbung sieht und zeigst diese möglichst nur noch Personen die in deine Zielgruppe passen.
Kombinierst du das mit einer Anpassung der Werbeinhalte, dann erhöht das die Effektivität deiner Werbung drastisch.

Werbeinhalte anpassen:

Du hast die Aussteuerung deiner Werbung angepasst? Dann solltest du im nächsten Schritt auch den Inhalt deiner Werbung auf deine Zielgruppe optimieren.
So erzeugst du Aufmerksamkeit und erhöhst die Durchklickrate und im Idealfall auch die Conversion-Rate.

Wieder ein Beispiel:

Wenn du im Internet etwas suchst, dann fällt dir Werbung mit Bezug zu dir persönlich mehr auf als andere Werbung.
Suchst du zum Beispiel „Schuhe“ dann erhältst du folgende Werbung:

Nun stell dir vor diese Schuhanbieter hätten eine Zielgruppenanalyse durchgeführt und die Werbung entsprechend angepasst.
Nehmen wir an man hat festgestellt das Jena ein guter Markt für Schuhe ist und Menschen aus Jena Sandalen mögen. Dann könnte man eine Werbeanzeige für Menschen aus Jena und Umgebung schalten die ungefähr so aufgebaut ist:

Wenn man in Jena und Umgebung wohnt, dann fühlt man sich von dieser Werbung angesprochen.
Das Paradies ist zum Beispiel eine Anspielung auf den Paradiespark und nur Leute aus Jena werden damit etwas anfangen können.

Wie kann man dieses Prinzip nun auf Facebook übertragen? Es funktioniert hier ähnlich.
Wir öffnen hierzu den Ad-Editor von Facebook:

Das Ziel ist erstmal Zweitranging, dies musst du nach deinen Bedürfnissen wählen. Heute geht es uns nur um die Aussteuerung der Werbung und die Anpassung der Werbeinhalte.
Ich erstelle für diesen Artikel einmal eine Beispielwerbeanzeige, Facebook hat standardmäßig folgende Werte eingetragen:

Ausspielung in Deutschland,
18 bis 65 Jahre.

Das ist nicht wirklich sehr spezifisch.

Ich kann so 29 Millionen Menschen erreichen, die alle nicht wirklich in meine Zielgruppe passen.
Nun nehme ich meine Erkenntnisse aus der Analyse und lasse diese mit einfließen um meine Aussteuerung anzupassen.

  • Männer mit höheren Bildungsabschluss
  • 25 bis 34 Jahre alt
  • Nordrhein-Westfalen als Bundesland

Wenn ich diese Daten bei Facebook eingebe ergibt sich folgendes Bild:

Wir haben die Zielgruppe schon auf 400.000 Personen einschränken können, in meinen Augen ist das aber noch nicht genug.
Jetzt füge ich noch Interessen hinzu die sich bei der Recherche ergeben haben:

  • WordPress
  • Marketing
  • Online-Marketing
  • Growth-Hacking

Das ist schon spezifischer und es ergibt sich folgendes Bild mit einer Reichweite von 25.000 Personen:

Das könnte schon ausreichen, in meinen Augen aber immer noch nicht spezifisch genug.
Nun kann ich noch weitere Charakteristika hinzufügen um die Zielgruppe weiter einzuschränken:

  • Seiten geliked
  • Lieblingsbücher
  • Lieblingsfilme
  • Job Title
  • Etc.

Nun müssen wir noch eine Werbeanzeige für diese Zielgruppe gestalten, auch hier lasse ich die Erkenntnisse aus der Zielgruppenanalyse mit einfließen.
Hier versuche ich jetzt Symboliken zu verwenden mit Wiedererkennungswert damit die Zielgruppe automatisch auf diese Anzeige aufmerksam wird.

Ein WordPress Blogger aus Nordrhein Westfalen wird diese Anzeige sicher bemerken und zweimal hinsehen. Es ist einmal das WordPress Symbol enthalten, welches ein echter WordPress Nutzer sicher erkennt.
Ebenso habe ich das Wappen von NRW mit eingebaut, das wird man auch erkennen wenn man dort wohnt.
Nun habe ich meine Werbung in der Aussteuerung angepasst und die Werbeanzeige selbst auch optimiert.

Was kann man noch anpassen?

Natürlich hört es hier noch nicht auf, wenn man regelmäßig und intensiv seine Zielgruppen analysiert dann wirkt sich das noch auf weitere Teile des Marketings aus.
Das kann sogar so weit gehen das man seine Produkte und Dienstleistungen anpasst um der Zielgruppe das zu geben, was diese sucht/ braucht.

Weitere Faktoren:

  • Ansprache auf Landingpage
  • Auswahl Produkte und Dienstleistungen
  • Wahl der Werbekanäle
  • Bilder auf Webseite
  • Etc.

Du kannst hier immer feiner gliedern und sehr viel Aufwand in die Anpassung stecken, dennoch lieber nur so viel wie nötig und nicht so viel wie möglich.

Zielgruppenanalyse: Vorlagen, Automation und was man sonst noch machen kann.

Ich habe ein paar Extras für dich! Zu diesem Artikel gibt es 4 Extras die dir helfen eine noch bessere Zielgruppenanalyse durchzuführen:

  1. Guide für die Erstellung von Personas
  2. Konkurrenz Monitoring Worksheet
  3. Facebook-Analyse Anleitung
  4. Anleitung Schritt für Schritt Konkurrenz abhängen

Klicke dazu einfach auf den Button und melde dich zum Newsletter an, dann bekommst du sofort nach ausfüllen die 4 Extras.

Dieser Artikel hat dir einen Überblick darüber gegeben wie man eine Zielgruppenanalyse angeht, wie man die Daten interpretiert und die Erkenntnisse nutzen kann um seine Werbung anzupassen.
natürlich kann man noch viel mehr machen und dieses System auf weitere Kanäle übertragen, offline Daten erheben, mehr Kanäle in die Analyse aufnehmen und so weiter.

Das Ganze braucht natürlich auch viel Zeit und manuellen Aufwand, daher habe ich mich dran gesetzt und die Zielgruppenanalyse zu großen Teilen Automatisiert.
Durch Nutzung der Facebook Graph Search API kann ich außerdem noch mehr Daten über die Zielgruppe erheben und so noch bessere und genauere Werbung ausspielen.

So kann ich noch weitere Daten erheben:

  • Affiliate Programme und Produkte die gut angenommen werden
  • Blogs die besonders beliebt sind bei der Zielgruppe
  • Xing Gruppen, Linkedin Gruppen, Facebook Gruppen
  • Analyse von 30 Sozialen Netzwerken
  • Tiefgreifende Facebook Analyse mit 20 Nutzercharakteristika für die Zielgruppe
  • Tiefgreifende Standortanalyse
  • Bessere Analysemöglichkeiten der eigenen Webseite
  • Werbedaten der Konkurrenz erheben
  • SEO Daten der Konkurrenz erheben
  • Schnellere Umsetzung durch Tools und Automation

Ich kann dir noch ein paar weitere Artikel von mir zu diesem Thema empfehlen:

Wie viel Aufwand steckst du in die Zielgruppenanalyse? Habe ich einen Trick vergessen?
Dann lass es mich in den Kommentaren wissen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top